Ob Automobilherstellung, Maschinenbau oder Mikroelektronikproduktion – Sachsens Betriebe sind in zahlreichen Branchen vertreten. Doch so groß die Unterschiede auch sein mögen, eine Gemeinsamkeit gibt es: Verschmutzte Fertigungsmaschinen sind ein finanzielles Risiko.

Lagert sich Schmutz Schicht für Schicht auf oder in einer Maschine ab, kann darunter nicht nur die Qualität der gefertigten Produkte leiden. Es kann sich auch der Verschleiß erhöhen. Teure Ausfälle können dementsprechend die Folge sein.

Daher ist eine regelmäßige Maschinenreinigung für Sachsens Betriebe essenziell. Eine immer beliebtere Methode dabei: die Trockeneisreinigung.

Warum die Trockeneisreinigung ein Vorteil für sächsische Betriebe ist

Wer an Sachsen denkt, hat sicherlich den Zwinger in Dresden oder die Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz vor Augen. Wirtschaftlich prägen aber auch das Volkswagen-Werk Mosel in Zwickau, das BMW-Werk sowie das Porsche-Werk in Leipzig und die Gläserne Manufaktur in der Landeshauptstadt das Bild.

Zwar wurde die Volkswagen-Produktion im Herzen Dresdens zum Jahresende 2025 eingestellt. Dennoch bleibt die Automobilindustrie die umsatzstärkste Industriebranche des Freistaats.

Damit das so bleiben kann, sind unter anderem gut gepflegte Fertigungsmaschinen ein wesentlicher Faktor. Um diese schonend und dennoch effizient von Schmutz zu befreien, kann das sogenannte Trockeneisstrahlen zum Einsatz kommen.

Trockeneisstrahlen – was ist das?

Suchen Sachsens Betriebe nach einer schnellen und gleichzeitig materialschonenden Reinigungsmethode für ihre Maschinen, kommen sie am Einsatz eines Trockeneisstrahlgeräts kaum vorbei.

Beim Trockeneisstrahlen handelt es sich um eine Reinigungsmethode, die auf vielen technischen Oberflächen eingesetzt werden kann, sofern Material, Beschichtung und Verschmutzung zum Verfahren passen – unter anderem auf Metall. Daher kommt sie für Autos, Züge, Schiffe und Fertigungsmaschinen infrage.

Grundsätzlich lässt sich ein Trockeneisstrahler mit einem Sandstrahler vergleichen. Er verwendet jedoch keine Sandpartikel, sondern winzige Trockeneispellets.

Diese wiederum bestehen trotz ihres Namens nicht aus Eis, sondern aus festem Kohlenstoffdioxid. Bei Normaldruck liegt Trockeneis bei etwa minus 78,5 Grad Celsius und geht beim Auftreffen auf die Oberfläche direkt in den gasförmigen Zustand über. Genau dieser Effekt ist für die Reinigung entscheidend.

Wie reinigt ein Trockeneisstrahler Maschinen und Co.?

Beim Trockeneisstrahlen wird das Strahlmittel – also das Trockeneis – mithilfe eines Strahlgeräts auf die zu behandelnden Flächen gebracht. Das geschieht mit hohem Druck, sodass die Trockeneispellets mit hoher Geschwindigkeit auf eine Maschinenoberfläche treffen.

Durch die Wärmeübertragung beim Auftreffen wandelt sich das Trockeneis direkt vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand. Dabei dehnt es sich um ein Vielfaches aus.

Treffen die Trockeneispellets auf die Verschmutzung, kühlt diese stark ab, wird spröder und kann sich leichter vom Untergrund lösen. Das geschieht in Sekundenschnelle. Da Trockeneisstrahlen in der Regel weniger abrasiv wirkt als viele klassische Strahlverfahren, kann das Risiko für Kratzer oder Materialabtrag sinken. Entscheidend bleiben jedoch Druck, Düse, Abstand und Oberfläche.

Mehr noch: Da sich das Trockeneis nach dem Auftreffen auf die Oberfläche in Gas umwandelt, bleiben keine festen Strahlmittelrückstände zurück. Der gelöste Schmutz muss jedoch aufgenommen und fachgerecht entsorgt werden.

Die Trockeneisreinigung kann damit besonders schonend und zeitsparend sein. Häufig reduziert sich der Nachbearbeitungsaufwand, weil kein Reinigungswasser trocknen und kein fremdes Strahlmittel entfernt werden muss.

In welchen Branchen kann die Trockeneisreinigung zum Einsatz kommen?

Das Trockeneisstrahlen ist nicht nur für die sächsische Maschinenbau- und Automobilindustrie interessant. Auch andere Branchen können von der materialschonenden und schnellen Reinigungsmethode profitieren.

So kommt die Trockeneisreinigung je nach Anwendung auch bei Flugzeugen zum Einsatz, etwa zur Reinigung einzelner Flugzeugbauteile, darunter Triebwerke, Turbinenschaufeln oder Fahrwerke. Auch bei Schiffen, etwa bei der sogenannten Weißen Flotte in Dresden, kann ein Trockeneisstrahlgerät je nach Material, Beschichtung und Verschmutzung eine geeignete Reinigungsoption sein.

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