+ 49 (0) 173 6920152
Wo es bereits Möglichkeiten gibt
Wer in Sachsen mit Kryptowährungen bezahlen möchte, findet inzwischen erste Möglichkeiten im Alltag. Einzelne Restaurants, Geschäfte und Dienstleister akzeptieren Bitcoin oder andere digitale Währungen, teils auch über das Lightning-Netzwerk. Wie groß das Angebot ist, unterscheidet sich jedoch deutlich zwischen den Städten.
Dresden bietet in Sachsen die meisten Möglichkeiten
Einen Überblick bietet die Plattform SpendKoin. Das Online-Verzeichnis sammelt Orte, an denen Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert werden, und ordnet sie nach Städten und Kategorien. Für Deutschland führt SpendKoin derzeit rund 700 Einträge. In Sachsen liegt Dresden mit 24 Treffern deutlich vorn. Leipzig kommt auf sechs, Chemnitz auf drei.
Die Zahlen sind eine Momentaufnahme. SpendKoin übernimmt seine Einträge aus OpenStreetMap und BTC Map und synchronisiert sie nach eigenen Angaben jede Nacht. Nutzer können Einträge außerdem bestätigen oder melden, wenn eine Zahlung nicht mehr möglich ist. Im Zweifel lohnt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die Webseite des Anbieters oder eine direkte Nachfrage.
Auch kleinere sächsische Städte tauchen im Verzeichnis auf. Krypto-Zahlungen gibt es in Sachsen auch außerhalb der drei größten Städte. SpendKoin führt unter anderem Görlitz, Freiberg, Meißen, Pirna und Wermsdorf in seiner Deutschland-Liste.
Die Angebote verteilen sich auf verschiedene Bereiche. Deutschlandweit führt SpendKoin mehr als 180 Restaurants und Cafés mit Krypto-Zahlung. Hinzu kommen Geschäfte und Dienstleister.
Nicht jede Kryptowährung wird überall angenommen
Ein Krypto-Eintrag bedeutet nicht automatisch, dass jede Wallet und jede digitale Währung funktioniert. SpendKoin unterscheidet beispielsweise zwischen Bitcoin, Lightning, Bitcoin Cash, Monero und weiteren Kryptowährungen. Vor dem Bezahlen sollte deshalb klar sein, welche Kryptowährung der Händler akzeptiert.
Gerade bei Bitcoin spielt auch das Netzwerk eine Rolle. Die Kennzeichnung „BTC LN“ weist bei SpendKoin darauf hin, dass Bitcoin über das Lightning-Netzwerk angenommen wird. Eine normale Bitcoin-Zahlung und eine Lightning-Zahlung laufen technisch unterschiedlich ab.
Bei einer Bitcoin-Zahlung wird die Transaktion direkt auf der Bitcoin-Blockchain verarbeitet. Lightning-Zahlungen laufen über ein zusätzliches Netzwerk, das auf schnellere und günstigere Zahlungen ausgelegt ist.
Wie die Zahlung an der Kasse abläuft
Bei einer Bitcoin-Zahlung zeigt der Händler einen QR-Code mit den Zahlungsdaten. Der Kunde scannt ihn mit seiner Wallet-App, prüft Betrag und Empfänger und bestätigt die Transaktion.
Je nach Anbieter läuft die Zahlung direkt über das Bitcoin-Netzwerk oder über Lightning. Lightning eignet sich besonders für schnelle Zahlungen mit kleineren Beträgen. Wer es nutzen möchte, braucht eine Wallet, die dieses Netzwerk unterstützt. Weitere Informationen zu Bitcoin, Wallets und zur technischen Nutzung von Kryptowährungen bietet die Plattform https://blockchainwelt.de/.
Vor der Freigabe sollten Betrag, Empfänger und Netzwerk noch einmal kontrolliert werden. Bestätigte Bitcoin-Transaktionen lassen sich nicht rückgängig machen. Bei einer falschen Adresse hängt eine Rückzahlung davon ab, ob der Empfänger die Coins zurücksendet.
Wie wird der Betrag in Bitcoin ermittelt?
Wenn ein Händler seine Preise in Euro ausweist, wird der zu zahlende Betrag beim Bezahlvorgang in Bitcoin umgerechnet. Maßgeblich ist der zu diesem Zeitpunkt verwendete Wechselkurs. Bewegt sich der Bitcoin-Kurs, verändert sich die benötigte Bitcoin-Menge.
Für Kunden ist vor allem der Betrag wichtig, den die Wallet unmittelbar vor der Bestätigung anzeigt. Er sollte mit dem geforderten Rechnungsbetrag übereinstimmen. So lässt sich vor dem Senden noch einmal prüfen, ob die Zahlung korrekt vorbereitet wurde.