Wahrzeichen an der Spree

Die Alte Wasserkunst in Bautzen gehört zu den bekanntesten und meistfotografierten Bauwerken der Oberlausitz. Malerisch über der Spree gelegen, verbindet sie mittelalterliche Ingenieurskunst mit der eindrucksvollen Silhouette der Bautzener Altstadt. Über Jahrhunderte sicherte die Anlage die Wasserversorgung der Stadt Bautzen – heute ist sie ein bedeutendes Kulturdenkmal, Aussichtspunkt und Veranstaltungsort.

Öffnungszeiten & Eintritt

Die Alte Wasserkunst ist saisonal zugänglich. Öffnungszeiten können sich je nach Veranstaltung oder Sonderöffnung ändern.

Zeitraum Öffnungszeiten Eintritt
April – Oktober täglich ca. 10:00 – 18:00 Uhr kostenfrei
November – März nur bei Veranstaltungen / Führungen teilweise kostenpflichtig
Sonderöffnungen nach Ankündigung variabel


Hinweis
: Der Zugang zum Turm ist häufig nur im Rahmen von Führungen oder Events möglich. Der Außenbereich und die Aussichtspunkte sind ganzjährig frei zugänglich.

Veranstaltungen in der Alten Wasserkunst

Heute ist die Alte Wasserkunst ein beliebter Ort für Kultur und Begegnung. Der historische Bau und seine besondere Lage machen ihn zu einer außergewöhnlichen Kulisse.

Typische Veranstaltungsformate

  • Kunst- und Fotoausstellungen
  • Lesungen & Vorträge
  • Kammerkonzerte und kleine Musikformate
  • Teil des Bautzener Altstadtfestes

Kulturelle Sonderveranstaltungen der Stadt Bautzen

Gerade in den Sommermonaten wird die Alte Wasserkunst regelmäßig in städtische Veranstaltungsreihen eingebunden. Abends sorgt die Beleuchtung des Bauwerks für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre.

Alte Wasserkunst Bautzen

Geschichte der Alten Wasserkunst

Mittelalterliche Ingenieursleistung

Die Ursprünge der Alten Wasserkunst reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Bautzen lag hoch über dem Fluss Spree – eine direkte Wasserversorgung war daher lange Zeit schwierig. Die Lösung war ein ausgeklügeltes Wasserhebewerk, das Flusswasser mithilfe von Schöpfrädern und Pumpmechanismen in die höher gelegene Stadt transportierte.

Umbauten und Erweiterungen

  • 1486: Erste urkundliche Erwähnung einer Wasserkunst an dieser Stelle
  • 16.–17. Jahrhundert: Mehrfache Umbauten und technische Verbesserungen
  • 18. Jahrhundert: Neubau der heute sichtbaren Anlage mit Turm und Fachwerk
  • 19. Jahrhundert: Modernisierung der Wasserversorgung – die Alte Wasserkunst verliert ihre ursprüngliche Funktion

Vom Zweckbau zum Denkmal

Mit dem Bau moderner Wasserleitungen wurde die Anlage außer Betrieb genommen. Statt Abriss entschied man sich für den Erhalt als technisches Denkmal. Heute erinnert die Alte Wasserkunst eindrucksvoll an die Innovationskraft früherer Generationen.

Architektur & Besonderheiten

  • markanter Turmbau mit Fachwerkaufsatz
  • direkte Lage über der Spree
  • Verbindung von Wehr-, Technik- und Wohnbau
  • Teil der historischen Stadtbefestigung
  • spektakulärer Blick auf Altstadt, Dom St. Petri und die Spreeauen

Die Alte Wasserkunst bildet zusammen mit Ortenburg, Reichenturm und Dom St. Petri ein zentrales Ensemble der Bautzener Altstadt.

Kontakt & Besucherinformationen

Information Details
Name Alte Wasserkunst Bautzen
Adresse Wendischer Graben / An der Spree, 02625 Bautzen
Stadtverwaltung Stadt Bautzen – Amt für Kultur
Telefon 03591 / 534-0
Webseite www.bautzen.de
Besonderheit Teil der historischen Altstadt & beliebtes Fotomotiv


Tipps für Besucher

  • Spaziergang entlang der Spree einplanen – besonders reizvoll bei Sonnenuntergang
  • Altstadt-Rundgang kombinieren (Dom St. Petri, Ortenburg, Reichenturm)
  • Veranstaltungskalender der Stadt prüfen für Sonderöffnungen
  • Kamera nicht vergessen – einer der schönsten Fotospots der Oberlausitz

Fazit

Die Alte Wasserkunst Bautzen ist weit mehr als ein historisches Bauwerk. Sie erzählt von mittelalterlicher Technik, städtischem Überlebenswillen und architektonischer Eleganz. Heute ist sie ein Symbol der Stadt Bautzen und ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und Landschaft auf einzigartige Weise zusammenkommen.

Ein Besuch lohnt sich für Geschichtsinteressierte ebenso wie für Fotografen, Kulturliebhaber und alle, die die Oberlausitz entdecken möchten.

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